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WhatsApp als unsicher eingestuft – Die besten Alternativen

 

 

Bildquellenangabe:F. Gopp  / pixelio.de

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Wie die Zeitschrift BILD berichtet, besteht bei der gesamten Landesregierung in NRW generelles WhatsApp-Verbot. Grund ist ein mögliches Sicherheitsrisiko. Denn, der Dienstanbieter schickt Adressdaten und Telefonnummern an den eigenen Server. Zudem werden alle WhatsApp-Nachrichten unverschlüsselt verschickt und können ausspioniert werden.

Nachdem WhatsApp von Facebook für ganze 19 Milliarden Euro gekauft wurde, steigt die Verunsicherung weiter. Zeit sich nach einer Alternative umzusehen. Ein Blick auf den Markt zeigt einige WhatsApp-änliche Dienste, die ebenfalls als SMS Ersatz taugen. Stiftung Warentest hat fünf Dienstanbieter getestet. Das Ergebnis: Lediglich eine App wird als „unkritisch“ eingestuft. Getestet wurden neben WhatsApp: Threema, Telegram, Blackberry-Messenger sowie Line.

Threema: Als Testsieger ging der Anbieter Threema hervor. Das Datensystem stammt aus der Schweiz und ist für Android und iOS verfügbar. Mit einer Ende-zu-Ende Verschlüsselung, zwischen den Kommunizierenden, ist es selbst dem Anbieter nicht möglich, die Unterhaltung zu verfolgen. Lediglich die verschlüsselte Nutzer-ID wird an Threema gesendet. Dies gilt jedoch als nötig aber unkritisch. 

Telegram: Auch hier wird eine Ende-Zu-Ende Verschlüsselung angeboten. Diese muss allerdings vom Nutzer gezielt ausgewählt werden. Alle Adressbucheinträge werden automatisch gespeichert, ohne die Zustimmung des Nutzers. Andere Daten werden nicht übertragen. Pluspunkt: Das russische Unternehmen, mit Sitz in Deutschland, bietet Telegram kostenlos an.

Blackberry Messenger: Als „sehr kritisch“ stuft Stiftung Warentest den Blackberry Messenger ein. Hier werden, in der iOS Version, Nutzerdaten und Nachrichteninhalte, teilweise unverschlüsselt, übertragen. In der Android-Version werden die Nutzerdaten hingegen verschlüsselt übertragen. Allerdings werden Daten wie: Vor-und Nachname, Passwort, E-Mail-Adresse und Sicherheitsfrage versendet. Adressbucheinträge können sowohl in der iOS als auch in der Android-Version nur nach Zustimmung durch den Nutzer übertragen werden. Pluspunkt: Die Nutzung ist auf allen Plattformen kostenfrei.

Line: Ebenfalls Schlusslicht ist der Anbieter „Line“. Die als „sehr kritisch“ eingestufte App verfügt über keine Ende-zu-Ende Verschlüsselung. Somit können Nachrichten von Line mitgelesen werden. Zudem wird, bei der Android-Version, die Seriennummer des Gerätes unverschlüsselt an Dritte übertragen. In der iOS-Version hat der Nutzer immerhin die Möglichkeit, die Freigabe zu untersagen. Des Weiteren behält sich der japanische Anbieter eine Änderung seiner AGB vor, ohne seine Nutzer über diese zu informieren. Auch hier ist die Nutzung kostenlos.

Das WhatsApp bei den Testern durchfiel, überrascht, durch die bekannten Sicherheitsmängel, wohl niemanden. Selbst Gesprächsinhalte werden hier unverschlüsselt übertragen. Noch ungeklärt ist die Übertragung der Nutzerdaten zu Facebook. Dies geht aus dem Passus der AGB von WhatsApp: “dass die Nutzerdaten bei einem Verkauf an den neuen Eigentümer, also Facebook, übergeben werden können.”

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